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imagines et loci
Animationsfilm (2009)
11 min 54 sec
Idee und Ausführung:  Susanne Wiegner

"There is no escape from yesterday because yesterday has deformed us,
or been deformed by us."  (Samuel Beckett)

Ausgelöst durch alte Familienphotos und das Ticken einer Uhr, setzt ein Erinnerungsprozess
ein, der mit der räumlichen Überblendung von erinnerter Wirklichkeit und vorgestellter
Möglichkeit spielt. Das Kind betritt zur Bibelstunde das Haus der Großeltern, eine strenge, 
religiöse, geordnete Welt, fest eingebunden in einen zeitlich exakt geregelten Tagesablauf. 
Ein Ort, der kindlichen Bedürfnissen keinen Platz zugesteht. Die Kamera folgt konsequent 
dem Blick des Kindes, das, fokussiert auf bestimmte Dinge, Fluchtstrategien entwickelt. 
Vor dem Auge das Betrachters entstehen Hyperräume kindlicher Vorstellung, kurzzeitige 
Rückzugsorte, die jedoch ohne wirklichen Ausweg im fest umgrenzten Erinnerungsort enden.